Große Datenmengen und künstliche Intelligenz, Lösungsquellen für seltene Krankheiten?
Vor kurzem wurde die Fondation 101 Génomes wurde in Belgien mit dem Ziel gegründet, die wissenschaftliche Forschung zu seltenen Krankheiten zu fördern, indem den Forschern eine Datenbank mit Informationen über das Genom von Patienten mit seltenen Krankheiten zur Verfügung gestellt wird. Das Genom ist der Satz genetischer Merkmale, der in der DNA kodiert ist: das menschliche Genom enthält Milliarden von Daten. Mit Hilfe von großen Daten und Algorithmen wird es möglich sein, Patientendaten aus der ganzen Welt zu vergleichen, um Modifikatorgene zu identifizieren, die es ermöglichen, Patienten mit seltenen Krankheiten zu schützen. Die Isolierung dieser Gene wird es dann ermöglichen, Behandlungen zu entwickeln, die ihre Wirkung für die am stärksten betroffenen Patienten nachahmen. Die Fondation 101 Génomes hat ein erstes Pilotprojekt zum Marfan-Syndrom, einer seltenen genetischen Krankheit, gestartet. Dank großer Datenmengen und künstlicher Intelligenz können wir auf zukünftige Fortschritte bei der Erforschung und Behandlung solcher Krankheiten hoffen. Die Gesundheit ist zweifellos einer der Bereiche, in denen die Entwicklung neuer Technologien große Fortschritte bringen wird.
(Beitrag Radio „La Première“ vom 17. Juni 2019: www.f101g.org/de/le-big-data-et-lintelligence-artificielle-sources-de-solutions-face-aux-maladies-rares )